Konsumkredit

Ein Konsumkredit (auch Kleinkredit, Privatkredit, Sofortkredit oder Barkredit genannt) ist ein Kredit, den eine natürliche Person für private Zwecke aufnimmt – beispielsweise um grössere Anschaffungen zu tätigen, fällige Rechnungen zu bezahlen, ältere Schulden zu tilgen oder einen anderen finanziellen Engpass zu überbrücken. Die gesetzliche Grundlage bildet das Konsumkreditgesetz KKG, die Details sind in der Verordnung zum Konsumkreditgesetz VKKG geregelt.

Kleinkredite werden beispielsweise für den Autokauf, für Hausreparaturen, für den Ersatz von Haushaltsgeräten (Herd, Kühlschrank, Abwaschmaschine, Waschmaschine, Tumbler), für Ferienreisen, aber auch für die Begleichung von Arztrechnungen sowie von Krankenkassen- oder Versicherungsprämien vergeben. Kleinkredite sind zudem ein Mittel für die Umschuldung, d.h. die Ablösung älterer Kredite.

Die Höhe eines solchen Kredits kann sehr unterschiedlich sein; unter das Konsumkreditgesetz fallen Kredite zwischen 500 und 80’000 Franken. Anders als z.B. bei Hypotheken hinterlegt der Kreditnehmer bei einem Konsumkredit keine Sicherheiten. Aus diesem Grund prüfen Kreditinstitute vor der Kreditvergabe die Bonität des Kreditnehmers, etwa über die Zentralstelle für Kreditinformationen (ZEK).

Die Rückzahlung erfolgt in fixen Raten über einige Monate oder wenige Jahre hinweg. Zudem bezahlt der Kreditnehmer einen Zins, der je nach Anbieter und individueller Bonität sehr unterschiedlich sein kann (vgl. Sofortkredit-Anbieter in der Schweiz), der aber nach oben durch den in der VKKG definierten Maximalzinssatz begrenzt ist.